Warum Du Deinen Reiseführer
nicht benutzen solltest!

Warum Du Deinen Reiseführer nicht benutzen solltest!

Die Regale in den Buchhandlungen sind voll von ihnen und Leute stehen oft davor und wissen nicht, was sie kaufen sollen: Die Rede ist von Reiseführern. Ich gehe oft zu Thalia, einfach um mir die neuesten Ausgaben vom Lonely Planet oder von Marco Polo anzugucken. Sie sehen gut aus, riechen noch neu und lassen einen von der nächsten Reise träumen. Aber nicht nur das – sie bieten unheimlich viele Tipps, was man sich auf jeden Fall angucken sollte. Egal wie lang der Urlaub ist, es gibt für jede Dauer einen passenden Guide.

Aber weißt Du was? Ich habe in den letzten drei Jahren keinen benutzt! Davor habe ich ab und zu mal einen rausgekramt, wenn ich ein bisschen planen wollte. Das ist jetzt aber auch vorbei. Und vielleicht geht es Dir genauso wie mir, wenn ich sage: „Sie nerven mich einfach!“

Nichts ist schlimmer, als ein schlecht geschriebener Reiseführer, für den man viel Geld bezahlt hat, nur um die ultimativen Tipps zu bekommen. Das kann man sich doch auch sparen, oder?

Ja, man kann! Und deswegen habe ich hier meine Gründe aufgeschrieben, warum Du Deinen Reiseführer einfach zu Hause lassen solltest!

 

Gründe, warum Du Deinen
Reiseführer zu Hause lassen solltest!

 

#1 – Zu groß & schwer!

Das ist einfach Fakt! Guck Dir den Reiseführer auf dem Titelbild an… So etwas möchte man doch nicht mit sich herumschleppen! In den Rucksack passt der erst recht nicht, auch die kleinen Ausführungen sind für mich oft schon zu groß.  Gerade für kurze Reisen ergibt es überhaupt keinen Sinn, seinen Platz im Rucksack für ein unnötiges Buch zu verschwenden. Pack Dir dafür lieber ein bisschen mehr Schokolade ein 😉

 

#2 – Wozu gibt es das Internet?

Ein Restaurant -Tipp ist nutzlos, wenn das Restaurant schon vor einem Jahr dicht gemacht hat. Im Internet findest Du  Echtzeitinformationen inklusive Bewertungen (auch, wenn diese nicht immer echt sind). Außerdem bieten Dir TripAdvisor und Yelp genauso viele, wenn nicht sogar mehr Tipps zu Deinem Urlaubsziel. Internet gibt es in vielen asiatischen Ländern fast überall kostenlos, ob als WLAN oder Mobilfunk. Und selbst in vielen besiedelten Teilen Afrikas ist das mittlerweile der Standard. Die Tipps kannst Du Dir auch auf Deinem Handy mit Pocket oder als Foto abspeichern.

 

#3 – Du hast nicht den einzigen Reiseführer!

Es gibt ein paar mehr Exemplare Deines Reiseführers. Nicht nur in Deutschland.  Wenn Du einen Geheimtipp liest, dann sollte Dir eigentlich klar sein, dass sich dort nicht mehr nur drei Menschen zufällig treffen, sondern eher ganze Scharen mit Bussen und Autos angerollt kommen. Das heißt aber nicht, dass Du Dir diese Orte nicht mehr angucken sollst! Nur die Erwartungen an einen ruhigen, entspannten Ort solltest Du komplett zurücknehmen.

 

Warum Du Deinen Reiseführer nicht benutzen solltest!

#4 – Kontakt zu Bewohnern

Anstatt im Reiseführer nach Tipps zu suchen, wäre es doch super Mut zu fassen und Einheimische nach ihren Lieblings-(Plätzen, Restaurants, Cafés etc.) zu fragen! Dabei kannst du Kontakte knüpfen und vielleicht sogar eine Freundschaft entstehen lassen. Wer weiß? 🙂

 
 

#5 – Reiseführer sind auch nur subjektiv!

Es gibt keine eierlegende Wollmilchsau unter den Tipps. Die Verfasser der Texte sind auch nur Menschen und haben eine eigene Meinung. Und so ist es doch überall. Wenn Dir die so hochgelobte Musik in dem Club nicht gefallen hat, dann liegt das wahrscheinlich an Deinem leicht anderen Musikgeschmack. Du solltest selbst herausfinden und entscheiden, was Du machen möchtest und was Dir gefällt. Das kann Dir keiner vorschreiben!
Deshalb Grund Nummer 6:

 

#6 – Spontane Entdeckungen sind das Schönste!

Das schönste am Reisen sind all die vielen kleinen Dinge, die man nicht geplant hat. Es gibt so unendlich viel zu entdecken, wenn man sich einfach auf den Weg macht, um die Gegend zu erkunden. Ein kleines nettes Café, versteckte Bachläufe,  menschenleere Strände oder auch nur ein Hirsch im Wald. Diese Orte und Dinge sind es doch, nach denen wir eigentlich suchen, oder nicht? Natürlich kann das auch alles im Reiseführer stehen. Aber der Überraschungseffekt ist viel stärker, als die „geplante“ Vorfreude auf den Moment.

 

Das große Aber

 

Warum Du Deinen Reiseführer nicht benutzen solltest!

Reiseführer sind auch ein Andenken. Mein Australien-Führer (Titelbild) hat mein Backpackerleben und das meiner Freundin „überstanden“. Insgesamt vierzehn Monate im Rucksack, Auto, Sand und schwüler Luft. Ich denke das sieht man auch. Es ist schön alle Risse und Gaffa-Tapes zu sehen, die das Buch vor weiteren Verletzungen schützen sollten. Oder mich daran zu erinnern, das Buch nach zwei Monaten unter dem Fahrersitz wiedergefunden zu haben. Ein Handy kann Dir diese Erinnerungen nicht bieten.

Auf langen Reisen, wie zum Beispiel einem Roadtrip durch ein Land, lassen sich mit dem Reiseführer viele Orte finden, die im Internet nicht erwähnt werden. Wenn es kein Internet gibt, dann ist das noch ein größerer Vorteil. Solltest Du also so eine Reise planen, dann wäre es vielleicht doch gar nicht so schlecht mal darüber nachzudenken, Dir doch einen zuzulegen!

Wie siehst Du das? Welche Erfahrungen hast Du bisher mit Reiseführern aller Art gemacht?
Lass mir Deine Meinung doch einfach als Kommentar da, andere Leser würden sich bestimmt drüber freuen 🙂

P.S. Ich würde gerne sehen, wie schlimm Du Deinen Reiseführer behandelt hast!
Poste Dein Bild mit @leichterweg auf Instagram! 🙂
 
 
 

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